Die William G. Kerckhoff-Stiftung
Seit mehr als 80 Jahren unterstützt die William G. Kerckhoff-Stiftung junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Erforschung neuer Therapieverfahren rund um Herz-Kreislauf und Lunge. Durch die gezielte Förderung von Forschung und Fortbildung ermöglicht es die Kerckhoff-Stiftung insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs, in neue Dimen- sionen der Grundlagenforschung vorzudringen, und gewährleistet so die zukunftsorientierte Entwicklung und Erprobung neuer, exzellenter Technologien und Therapieansätze.

Mit dem Ziel der gesundheitlichen Aufklärung organisiert die Kerckhoff-Stiftung öffentliche Führungen durch das historische Institutsgebäude und durch das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung. Die anschaulich-einfache Dar- stellung komplexer Prozesse z.B. in der Molekularbiologie, Gentherapie und Stammzellenforschung bringt vor allem Kindern die Faszination wissenschaftlichen Forschens nahe und schafft ein frühzeitiges Bewusstsein für die Möglichkeiten zur Vermeidung von Herz- und Lungenerkrankungen. Regelmäßige Symposien und Fachkongresse ergänzen das wissenschaftliche Angebot von Stiftung und Institut.

Gegründet wurde die William G. Kerckhoff-Stiftung von Louise E. Kerckhoff, Witwe des deutschstämmigen Unternehmers William G. Kerckhoff aus Los Angeles. Als dankbarer Patient des Hessischen Staatsbades Bad Nauheim hatte dieser sich schon zu Lebzeiten ent-schlossen, eine Einrichtung zu gründen, die Medizinern nach beendetem Hochschulstudium die Weiterbildung auf dem Gebiet der Herzkrankheiten ermöglicht. Diesen Entschluss setzte seine Witwe nach Kerckhoffs Tod im Jahre 1929 in die Tat um.

Das von der Stiftung getragene, 1931 gegründete William G. Kerckhoff-Herzforschungsinstitut wurde 20 Jahre später der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e. V. angeschlossen und 1972 als "Max-Planck-Institut für Physiologische und Klinische Forschung, W. G. Kerckhoff-Institut" vollends in die Gesellschaft integriert. Die Mittel der William G. Kerckhoff-Stiftung fließen hauptsächlich in die Einrichtungen und den Betrieb des nach einer Neuausrichtung und -gründung in 2005 entstandenen, heutigen Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung sowie in Stipendien für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.



Pressemitteilung vom 24. Januar 2020

Neue Kuratorinnen für Max-Planck-Institut und Kerckhoff-Stiftung
Dr. Claudia Walther und Sonja Kastilan in Kuratorium berufen

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Die gemeinsamen Kuratorien des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung und der W.G. Kerckhoff-Stiftung erhalten personelle Verstärkung: Mit der Geschäftsführerin des Boehringer-Ingelheim-Fonds, Dr. Claudia Walther, und der Leiterin des Wissenschaftsressorts der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, Sonja Kastilan, nahmen zwei Expertinnen auf dem Gebiet von Wissenschaft und Forschung die Ernennung durch den Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft an. Kuratoriumsvorsitzender Kanzleramtsminister a.D. Friedrich Bohl konnte die beiden Kuratorinnen nun in der jährlichen Sitzung des Leitungsgremiums erstmals begrüßen.

Auch der Geschäftsführende Direktor des Instituts, Prof. Dr. Thomas Braun, hatte Erfreuliches zu berichten: Zusammen mit den Universitäten in Gießen und Frankfurt war das Institut bei der letzten Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern erfolgreich. Der Antrag für einen Exzellenzcluster „Kardiopulmonales Institut“ stellte am Ende die einzige erfolgreiche hessische Bewerbung dar. „In einem hoch kompetitiven Umfeld konnten wir mit unserem wissenschaftlichen Konzept überzeugen“, so Braun. In den kommenden Jahren werden die Partnereinrichtungen nun mit neuesten Methoden verschiedene Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems und der Lunge erforschen und neue therapeutische Ansätze identifizieren. „Unsere Vision ist, dass Präzisionsbiologie der Treiber der Präzisionsmedizin ist“, erklärte Braun.

In seinem Jahresbericht hob Volker Remmele, Vorstandsvorsitzender der Kerckhoff-Stiftung, vor allem den erfolgreichen Abschluss der Sanierung des rund 90 Jahre alten Institutsgebäudes in der Parkstraße hervor. Während der rund zehn Jahre dauernden Arbeiten seien nicht nur Laboratorien renoviert, sondern auch ein großer Teil der historischen Bausubstanz gesichert worden. „Insbesondere freut es mich, dass der historische Hörsaal nun wieder in weiten Teilen seinen ursprünglichen Charakter ausstrahlt“, so Remmele. Der Hörsaal böte nun den passenden Rahmen für einen Festakt zum anstehenden 90-jährigen Bestehen der Kerckhoff-Stiftung.

Einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit des Instituts bot Prof. Dr. Nina Wettschureck. Sie berichtete über neueste Forschungsansätze ihrer Arbeitsgruppe. Mit modernsten Verfahren gewinnt sie aus einzelnen Zellen Informationen über die Rolle von bestimmten Signalmolekülen bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Max-Planck-Forscherin hat die Hoffnung, mit diesem Wissen neue therapeutische Ansätze zu schaffen.

Pressekontakt: Dr. Matthias Heil

Foto Neuer Sachverstand im Kuratorium: Volker Remmele, Vorstandsvorsitzender der William G. Kerckhoff-Stiftung, Prof. Dr. Thomas Braun, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung und der Vorsitzende des Kuratoriums, Kanzleramtsminister a.D. Friedrich Bohl, mit den beiden neuen Kuratorinnen, Dr. Claudia Walther und Sonja Kastilan. (jeweils v.l.n.r.) Foto: M. Heil - MPI für Herz- und Lungenforschung.


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